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Kann ein Erbvertrag ruckgangig gemacht werden?

Kann ein Erbvertrag rückgängig gemacht werden?

Möchte der Erblasser sich vom Erbvertrag lösen, kann er den Erbvertrag aufheben. Dazu muss er einen neuen Vertrag mit der anderen Person schließen, der den Erbvertrag auflöst. Man spricht von einem Aufhebungsvertrag. Er bezieht sich entweder auf den gesamten Erbvertrag oder auf einzelne Verfügungen.

Kann ein Erbvertrag durch ein gemeinschaftliches Testament aufgehoben werden?

Ein zwischen Ehegatten oder Lebenspartnern geschlossener Erbvertrag kann auch durch ein gemeinschaftliches Testament der Ehegatten oder Lebenspartner aufgehoben werden; die Vorschrift des § 2290 Abs. 3 findet Anwendung.

Wann endet ein Erbvertrag?

Die Aufhebung des Erbvertrages kann ohne Probleme erfolgen, sofern sich die Parteien über die Aufhebung einig sind. Der Erbvertrag kann nämlich durch den Abschluss eines notariell vereinbarten Vertrages zwischen beiden Vertragsparteien aufgehoben werden und damit seine Wirkung verlieren.

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Wie lange kann man einen Erbvertrag anfechten?

Innerhalb welcher Frist muss der Erbvertrag angefochten werden? Die Anfechtung eines Erbvertrages ist nur innerhalb einer Frist von einem Jahr zulässig. Dies ergibt sich für den Erblasser aus § 2283 BGB und für andere Anfechtungsberechtigte aus § 2082 BGB.

Wann ist ein Erbvertrag anfechtbar?

Der Erblasser kann den Erbvertrag anfechten, soweit er über den Inhalt seiner Erklärung im Irrtum war oder eine Erklärung dieses Inhalts überhaupt nicht abgeben wollte und anzunehmen ist, dass er die Erklärung bei Kenntnis der Sachlage nicht abgegeben haben würde (§ 2281 Abs. 1, § 2078 Abs. 1 BGB).

Was zählt mehr ein Erbvertrag oder ein Testament?

Dem Grunde nach gilt: Es gibt im Gesetz kein Rangverhältnis zwischen Erbvertrag und Testament. Jeder Erblasser kann seine Erbfolge ebenso gut durch Testament wie durch einen Erbvertrag regeln. Es existiert keine erbrechtliche Anordnung, die exklusiv nur dem Erbvertrag oder nur dem Testament vorbehalten wäre.

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